Liebe Leserinnen & Leser,
wir freuen uns, dass Sie sich für die Arbeit unseres Ortsvereins interessieren. Hier finden Sie alles über unsere Arbeit vor Ort in Waghäusel und natürlich über die Personen, die aktiv daran beteiligt sind. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern.
Herzlichst
Krimhilde Rolli und David Heger, Vorsitzende der SPD Waghäusel
Die SPD setzt sich für die Klimatisierung der Kitas in Waghäusel ein. Bislang wird eine schnelle Umsetzung durch die Verwaltung blockiert. Im Technischen Ausschuss hat Ulrike Lechnauer-Müller die Position der SPD-Fraktion klar gemacht und wirksame Maßnahmen statt weiterer Messungen gefordert:
Viele Mitglieder des Gemeinderats und auch die Verwaltung schätzen Zahlen, Daten und Fakten. Das ist grundsätzlich richtig und sinnvoll – etwa wenn es um die Berechnung von Straßenkanalisationen, Abwassergebühren oder andere technische Sachverhalte geht, die sich objektiv und nachvollziehbar ermitteln lassen.
Doch hier sprechen wir nicht über Gebührenkalkulationen oder technische Kennzahlen. Hier geht es um Menschen – und insbesondere um Kinder.
Als SPD-Fraktion vertrauen wir den Aussagen der Mitarbeitenden in unseren Kindertagesstätten. Sie verbringen täglich viele Stunden mit den Kindern, erleben die Situation unmittelbar vor Ort und tragen Verantwortung für deren Wohlbefinden. In vielen Gruppenräumen sind bereits Thermostate vorhanden, die die Temperaturen dokumentieren. Deshalb halten wir es nicht für zielführend, weitere 800 Euro für zusätzliche Messgeräte auszugeben. Dieses Geld sollte stattdessen direkt in Maßnahmen investiert werden, die den Kindern zugutekommen – beispielsweise in einen schattenspendenden Baum.
Immer wieder sprechen wir über den Abbau von Bürokratie. Mit der Anschaffung zusätzlicher Messgeräte würden wir jedoch genau das Gegenteil tun. Die Geräte müssten beschafft, installiert, betreut und ausgewertet werden. Das bindet Zeit und personelle Ressourcen, obwohl bereits heute ausreichend Hinweise und Nachweise über die tatsächlichen Hitze-Belastungen vorliegen.
Und selbst wenn weitere Messdaten erhoben würden, bliebe die entscheidende Frage bestehen: Wann ist der Punkt erreicht, an dem gehandelt werden muss? Wer definiert, welche Temperatur noch akzeptabel ist und welche nicht? Und welche Konsequenzen sollen daraus folgen? Die eigentliche Herausforderung beginnt doch erst danach – bei der Planung und Umsetzung von Verschattungen, verbesserten Belüftungen, Hitzeschutzfolien oder baulichen Anpassungen.
Die vorliegenden Bilder aus den Einrichtungen zeigen bereits deutlich die Situation in den Ruheräumen und die begrenzten Möglichkeiten zur Belüftung. Hinzu kommt die Hitzetabelle, die den kontinuierlichen Anstieg der Temperaturen und der Anzahl von Hitzetagen in den vergangenen Jahren dokumentiert und zugleich die Entwicklung für die Zukunft aufzeigt.
Herr Oberbürgermeister Deuschle, Sie selbst haben bei der Einweihung der neuen Feuerwehrfahrzeuge darauf hingewiesen, dass Waghäusel zu den heißesten Städten Baden-Württembergs gehört. Auch das sind Zahlen, Daten und Fakten.
Deshalb sind wir der Auffassung: Es ist nicht die Zeit für weitere Untersuchungen – es ist die Zeit zu handeln.
Die bislang eingesparte Klimainfrastruktur in den Kindertagesstätten muss endlich geschaffen werden. Die Finanzierung könnte beispielsweise über Mittel aus dem Sondervermögen erfolgen. Gleichzeitig sollte geprüft werden, inwieweit entsprechende Investitionen unter Berücksichtigung der Vorgaben des Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetzes förderfähig sind. Mit einem Investitionsvolumen von deutlich über 50.000 Euro wäre die notwendige Größenordnung bei 19 Klimaanlagen mit geschätzten Gesamtkosten von rund 120.000 Euro zweifellos erreicht.
Alternativ könnten auch die zusätzlichen Einnahmen aus Grundstücksverkäufen zur Finanzierung herangezogen werden.
Unser Auftrag als Gemeinderat besteht nicht darin, immer neue Nachweise für ein längst bekanntes Problem zu sammeln. Unser Auftrag besteht darin, Lösungen zu schaffen.
Die Kinder in unseren Einrichtungen brauchen keinen weiteren Sommer voller Messungen. Sie brauchen jetzt wirksamen Schutz vor Hitze.
Die SPD-Fraktion zeigt sich enttäuscht über die jüngsten Entscheidungen im Gemeinderat. Nachdem bereits die Kita-Gebühren gegen die Stimmen der SPD erhöht wurden, ist nun auch der Antrag zur Verbesserung des Hitzeschutzes für Kinder unter drei Jahren in den TA zurückverwiesen worden. Für die Sozialdemokraten entsteht dadurch ein problematisches Signal: Eltern sollen immer höhere Beiträge für die Kinderbetreuung bezahlen, während dringende Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit ihrer Kinder aufgeschoben werden.
Aus Sicht der SPD ist die Situation in den Kindertagesstätten längst bekannt. Erzieherinnen und Erzieher berichten seit Jahren von hohen Temperaturen in Gruppen- und Ruheräumen. Gerade für Kleinkinder stellen Hitzetage eine besondere Belastung dar. Dennoch soll zunächst weiteres Geld in zusätzliche Messgeräte investiert werden, obwohl vielerorts bereits vorhandene Thermostate die Problemlage dokumentieren. Erst im Herbst dieses Jahres soll, anhand der Messdaten, weiter entschieden werden. So der Beschluss des Auschusses.
Die SPD hält diesen Ansatz für den falschen Weg. Statt neue Bürokratie aufzubauen und weitere Daten zu sammeln, sollten die vorgesehenen 800 Euro für Messungen direkt in konkrete Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel zusätzliche Begrünung fließen. Die Fraktion verweist darauf, dass Waghäusel, nach Aussagen von OB Thomas Deuschle, zu den heißesten Städten Baden-Württembergs zählt und die Zahl der Hitzetage weiter zunimmt.
Für die SPD steht fest, dass ausreichender Hitzeschutz in Verbindung mit Klimaanlagen keine Frage weiterer Messungen, sondern des politischen Willens ist. Während die Belastungen für Familien durch steigende Gebühren zunehmen, warten Kinder und Beschäftigte in den Einrichtungen weiterhin auf wirksame Verbesserungen.
„Die Kinder brauchen keinen weiteren Sommer mir Kennzahlen und Messungen, sondern jetzt wirksamen Schutz vor Hitze“, betont die SPD-Fraktion.
Bild: "U3-Schlafräumlichkeiten mit zugeklebten Fenstern und Türen oder einem schmalen gekippten Fenster bringen leider an Hitzetagen keine Abkühlung."
Wir laden alle Mitglieder des Ortsvereins herzlich zur diesjährigen JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG am Freitag, den 26. Juni 2026 um 19 Uhr beim FC Olympia 1919 e.V. Kirrlach (Südliche Waldstraße, 68753 Waghäusel) ein. Damit wir pünktlich und ungestört mit der Sitzung beginnen können, bitten wir alle, die gerne vor Ort essen möchten, bereits um 18:30 Uhr zu erscheinen und zu bestellen.
Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wird die Vorstandschaft unseres Ortsvereins turnusgemäß neu gewählt.
zur Einladung mit Tagesordnung
Die SPD spricht sich gegen eine weitere Erhöhung der Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen aus. Zwar wirken die empfohlenen Anpassungen von 4,5 Prozent für das Kindergartenjahr 2026/27 sowie vier Prozent für 2027/28 im Vergleich zu den Vorjahren zunächst moderat. Betrachtet man jedoch den Zeitraum von 2023 bis 2028 insgesamt, ergibt sich eine Steigerung der Elternbeiträge von rund 36 Prozent – eine Entwicklung, die viele Familien zunehmend an ihre finanzielle Belastungsgrenze bringt.
Besonders betroffen ist dabei der Mittelstand. Viele Familien erhalten keine staatliche Unterstützung bei den Betreuungskosten und müssen die steigenden Gebühren vollständig selbst tragen. Die Folgen sind im Alltag deutlich spürbar: Vor allem Mütter entscheiden sich häufig dafür, länger zuhause zu bleiben oder nach der Elternzeit nur in Teilzeit zu arbeiten, weil sich eine umfangreiche Kinderbetreuung finanziell kaum noch lohnt.
Wie hoch die Belastung inzwischen ist, zeigen konkrete Beispiele: Für eine Familie mit zwei Kindern kostet eine Ganztagsbetreuung für ein Ü3-Kind rund 347 Euro monatlich, für ein U3-Kind bei 50 Stunden Betreuung etwa 547 Euro. Zusammen mit dem Essensgeld summieren sich die Kosten schnell auf fast 900 Euro pro Monat. Kein Wunder also, dass viele Eltern auf günstigere Betreuungsformen ausweichen.
Dabei zeigen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, dass frühkindliche Bildung langfristig positive Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder, den späteren Schulerfolg und sogar auf das spätere Einkommen hat. Gleichzeitig verliert der Arbeitsmarkt wertvolle Fachkräfte, wenn insbesondere Frauen wegen hoher Betreuungskosten ihre Erwerbstätigkeit reduzieren müssen.
Die SPD begrüßt deshalb ausdrücklich, dass im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung Baden-Württemberg ein verpflichtendes beitragsfreies letztes Kindergartenjahr vorgesehen ist. Zudem investiert das Land erhebliche Mittel in Sprachförderprogramme. Gleichzeitig gehen die Geburtenzahlen zurück, wodurch künftig mehr Betreuungsplätze zur Verfügung stehen dürften. Auch dies könnte die Kommunen langfristig entlasten.
Vor diesem Hintergrund fordert die SPD eine „Schnaufpause“ für Familien und spricht sich gegen weitere Beitragserhöhungen aus. Zumal die geplanten Anpassungen für die Kommune selbst nur vergleichsweise geringe Mehreinnahmen bedeuten würden. Familien brauchen jetzt Entlastung statt zusätzlicher finanzieller Belastungen.
Wir als SPD Waghäusel fahren gemeinsam am Samstag, 16. Mai, zur Regionalkonferenz Nordbaden ins Harres Veranstaltungszentrum in St. Leon-Rot (14:00–18:00 Uhr) – alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, sich anzuschließen! Wer eine Fahrgelegenheit benötigt, schreibt am besten mir oder in unserer Whatsapp-Gruppe (Link zum Beitreten).
Dort geht es um die Neuaufstellung der SPD Baden-Württemberg – und darum, wer sie künftig führt. Für den Landesvorsitz kandidieren Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze sowie Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz mit Einzelkandidaturen. Wer das Rennen macht, entscheiden nicht Funktionäre hinter verschlossenen Türen, sondern alle Mitglieder per Briefwahl – ein starkes Zeichen für Basisdemokratie.
Robin Mesarosch kennen viele in der Region bereits aus eigener Erfahrung: Beim „Currywurst ist SPD"-Abend auf dem Dorfplatz in Kronau – den wir als SPD Waghäusel gemeinsam mit den Jusos Karlsruhe-Land und den Ortsvereinen aus Kronau, Bad Schönborn und Östringen mitorganisiert haben – kamen über 150 Menschen zusammen. Viele ohne Parteibuch, viele einfach neugierig. Statt klassischer Parteiveranstaltung gab es offene Gespräche und direkte Diskussionen mitten im Ort. Genau das ist der Anspruch: Politik raus aus dem Hinterzimmer, rein ins Leben.